"Was haben die Heidelberger nicht alles gemacht, um ihrem Theater wieder auf die Beine zu helfen. [...]

Und wie ist es in Mannheim? In der Nachbarstadt soll ab 2022 das Nationaltheater generalsaniert werden - und der Bund hat schon zugesagt, dass er mit 80 Millionen Euro dabei ist. Mindestens die gleiche Summe erhofft sich Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) auch vom Land - und ungefähr noch einmal so viel müsste die Stadt drauflegen."

Auch wenn der Name des "Nationaltheaters Mannheim" etwas irreführend sein mag, schlussendlich handelt es sich dabei genauso um ein kommunales Theater wie das in Heidelberg der Fall ist. Hier hat allerdings das Land keine Unterstützung geleistet und die Stadt mit der Finanzierung alleine gelassen. Ohne Großsponsoren und besondere Projekte wie Schülertheateraufführungen mit Spendensammeln oder der Aktion des Kulturbürgermeisters Joachim Gerner, der in der Küche des "Weißen Bock" kochte, wäre die Sanierung unmöglich gewesen. Dass hier Neid zwischen den einzelnen Städten aufkommt, ist verständlich. Eine klare Strategie, wie man am besten erfolgreich Gelder beim Bund und dem Land beantragt lässt sich leider nicht ableiten.

von Ingrid Thoms-Hoffmann | erschienen am 29.06.18 in der Rhein-Neckar-Zeitung Link zum Artikel

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